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Termine
Mittwoch, 09. November 2011
Premiere Beginn: 20.30 Uhr / Einlass: 20.00 Uhr Achleitner, Artmann, Bayer, Rühm, Wiener Es spielen: Carola Beil, Sigi Siegert, Arik Seils, Christofer Varner Regie und Bühne:
Claus Siegert Die „Wiener Gruppe“ –bestehend aus Friedrich Achleitner, H. C. Artmann,
Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener – begann im konservativen Wien der
1950er Jahre mit Sprache und Musik zu experimentieren und eine erweiterte Poetik
zu erproben. Bald sprengte sie den engen Kunstbegriff der Nachkriegsjahre, deren
Politik sie als „makaberes kasperltheater“ empand, und leitete eine ästhetische
Revolte ein. Das Unbehagen, das die jungen Künstler gegenüber dem gängigen Kulturbegriff empfanden, fand seinen Ausdruck in der Lust auf Auseinandersetzung und im Spaß an Provokation, aber auch in der Auflösung der klaren Grenze zwischen Alltags- und Kunstsprache und der Auffassung von Sprache als optisches und akustisches Material. Die „Wiener Gruppe“ schuf mit Mitteln der Sprachskepsis und -manipulation außerdem literarisches Cabaret, schwarzhumorige Chansons, sinnverweigernde Montagen und musikalische Lautgedichte. Vor allem diese Texte sind es, die in der Blauen Maus zur Aufführung kommen. Eingebettet in eine Hanswurstiade um einen kriegsmüden Kasper wird das aberwitzige Werk der Wiener Avantgardisten zur musikalischen Nummern-Revue mit doppeltem Boden: Vorhang auf! „der vollzogene poetische act, in unserer erinnerung aufgezeichnet, ist
einer der wenigen reichtümer, die wir tatsächlich unentreissbar mit uns tragen
können.“ HINWEIS FÜR UNSERE ZUSCHAUER >>HIER ein kurzer Film-Ausschnitt
Und das schreibt die Presse über uns: Kritik Münchner Merkur 19./20. November 2011 Blaue Maus zeigt „aug in aug – zahn in zahn“ Wer eine der skurrilsten Bettszenen des aktuellen deutschen Theaters sehen möchte, der muss nicht weit fahren: Ein Abstecher nach Neuhausen in die "Baue Maus" reicht völlig aus. In Münchens kleinstem Theaer sind zurzeit Texte der Wiener Gruppe – bekannteste Vertreter H.C. Artmann und Gerhard Rühm – in einer musikalischen Nummern-Revue, "aug in aug – zahn in zahn", zu erleben. Im Rahmen gehalten und damit auch theatergerechter werden die absurd-witzigen Sprachspiele durch ein nicht minder verrücktes Kasperltheater in sieben Aufzügen – und eben da gibt es auf der feuerroten Kasperlbühne erwähnte heiße Bettszene mit dem Kasperl und der Gretel. Wobei alles der Fantasie des Zuschauers überlassen ist. Die Episode spielt hinter einer hochgehaltenen Pappwand – die Bettdecke. Man sieht zunächst Köpfe und Hände, die dann aber unter der Decke verschwinden, und man ist nur noch aufs Hören angewiesen. Inszeniert hat das Spektakel wie
immer Theaterleiter Claus Siegert. Er hatte auch die geniale Idee, die Rollen im
Kasperltheater "falsch rum" zu besetzen: Die Männerrollen werden von Frauen
gespielt und umgekehrt. Dabei glänzen alle vier Darsteller: Carola Beil als
Hauptmann, Sigi Siegert als Kasperl, Arik Seils als Fee und Christofer Varner
als Gretel. Letzterer sorgt mit seinen Kompositionen am Piano und an der Posaune
auch noch für die kongeniale musikalische Umsetzung der Revue. Klaus Greif Theater Blaue Maus: Donnerstag-Theatertag: Eintritt nur 7,- € | Kartenreservierung unter Tel.: 089-182694 |
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